Erster Rammschlag und Baustart im Windpark - Die Stahlfundamente werden verankert

Das Kranschiff Stanislav Yudin verankert den ersten Monopile am WEA-Standort "BW60"

Das erste Stahlfundament (Monopile) wurde erfolgreich auf dem Meeresboden verankert. Damit haben die Bauarbeiten für den Trianel Windpark Borkum II begonnen und das Projekt seinen ersten wichtigen Meilenstein erreicht. Nach und nach werden nun 45 Kilometer vor der Insel Borkum 32 Gründungsstrukturen, die aus Monopile und einem sogenannten Transition Piece bestehen, für den Offshore-Windpark auf Hoher See errichtet.

Transportiert werden die bis zu 900 Tonnen schweren Monopiles und rund 300 Tonnen schwere Transition Pieces auf Lastkähnen im Pendelverkehr zwischen Nordenham und der Baustelle. Mit einem Hydraulikhammer und rund 4.000 Rammschlägen werden die bis zu 73 Meter langen Monopiles ungefähr 30 Meter tief in den Meeresboden getrieben. Anschließend werden die rund 30 Meter langen Transition Pieces mit 120 Schrauben verschraubt. Sie sind die Übergangsstücke zwischen Fundament und Turmsegment der Windkraftanlage. Ergänzt wird die Installation der Gründungsstrukturen durch die Schüttung des Kolkschutzes.

Auf einer Barge werden die Monopiles ins Baufeld transportiert

Schutz der Meeresfauna
Oberstes Gebot bei der Errichtung und während des Betriebs von Offshore-Windenergieanlagen ist der Schutz der Meeresfauna. Während der Rammarbeiten wird daher ein sogenanntes Hydro-Sound-Damper-System eingesetzt, um Schallemissionen zu reduzieren. Das aus einem Netz mit luftgefüllten Plastikkugeln bestehende, ringförmige System wird während der Rammarbeiten als Schallbarriere über den Monopile gezogen. Als zusätzliche Abschirmung wird der große Blasenschleier, der bereits bei der ersten Ausbaustufe des Trianel Windpark Borkum zum Einsatz kam, großräumig um die Baustelle gelegt.

Der große Blasenschleier wurde bereits im Trianel Windpark Borkum eingesetzt. Die Jack-Up-Barge Goliath rammt die Stahlnägel für die Tripods.