Der Trianel Windpark Borkum II entsteht

Begleiten Sie uns beim Bau des kommunalen Offshore-Windparks vom ersten Rammschlag bis zur Inbetriebnahme
32 Windräder | 200 MW Leistung | 800 Mio. Euro

Sicherer Stand durch Kolkschutz

Noch bevor auch nur eine Gründungsstruktur des Offshore-Windparks installiert werden kann, müssen vorbereitende Maßnahmen auf dem Meeresboden durchgeführt werden. Dazu gehört die Installation von Kolkschutzmaßnahmen.

Diese Schutzmaßnahmen werden schon seit langem bei der Verlegung von Kabeln oder Pipelines durchs Meer eingesetzt – heutzutage auch beim Bau von Offshore-Windparks. Stein rund um die Gründungsstrukturen von Offshore-Windrädern wird wegen der Besonderheiten des Wassers, das sie umgibt, benötigt. Ein Pfeiler, der in den Meeresboden gerammt ist, würde sonst schnell frei gespült werden und die Offshore-Windkraftanlage an Standfestigkeit verlieren. Das Phänomen ist altbekannt und hängt mit Strömungen zusammen, die sich rund um Hindernisse im Wasser bilden.

Auch im Trianel Windpark Borkum II wird der sichere Stand der 32 Offshore-Windkraftanlagen durch Kolkschutzmaßnahmen gewährleistet. Das Natursteinmaterial dafür stammt aus Europas größtem Steinbruch im norwegischen Fjord von Jelsa. Per Installationsschiff gingen hier Anfang Mai 43.200 Tonnen Filterschichtmaterial auf eine 600 Kilometer lange Schiffsreise in das Baufeld auf Hoher See.

Am Bestimmungsort angekommen wurde das Material als Filterschicht aus dickem Schotter auf dem Meeresboden aufgetragen. Die Filterschicht des Kolkschutzes sorgt dafür, dass die feinen Sedimente vom Meeresboden nicht weggespült werden. 1.350 Tonnen Naturstein pro Windradstandort wird dabei eingesetzt.

Nach Installation der Monopiles kommt über die Filterschicht eine weitere Schicht, die sogenannte Deckschicht. Sie stellt den eigentlichen Schutz gegen die Strömungen dar und verhindert zusammen mit der Filterschicht die Kolkentwicklung. Dafür werden weitere 1.300 Tonnen Stein pro Windradstandort benötigt, in Summe macht das 41.600 Tonnen.

Kolkschutzmaßnahmen gewährleisten offshore jedoch nicht nur die Sicherheit der Windkraftanlagen. Sie können sogar den Umweltschutz unterstützen, denn die Steinschüttungen bieten kleineren Meerestieren neue Lebensräume.

Quelle: DEME Group